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Entwicklungsschritte

9. Wachstumsschub (64. Woche)

Der 64 Wochen Schub beschreibt einen wichtigen Entwicklungsschub im frühen Kleinkindalter. In dieser Entwicklungsphase im zweiten Lebensjahr reift das Denken deutlich weiter. Dein Kind versteht Zusammenhänge besser, fühlt intensiver und reagiert stärker auf seine Umwelt. Innen wird gerade vieles neu sortiert. Außen zeigt sich das häufig durch verändertes Verhalten.

Dieser Entwicklungssprung ist Teil einer natürlichen Abfolge von Reifeprozessen. Er ist kein fixer Zeitpunkt und kein Rückschritt. Vielmehr gehört er zu einer Reifephase, die jedes Kind auf seiner ganz eigenen Entwicklungsreise durchläuft.

Der wievielte Entwicklungsschritt ist das

Der 64 Wochen Schub wird häufig als später Entwicklungsschub beschrieben. In manchen Modellen taucht er auch als 9 Schub Baby auf. Er liegt im Übergang ins Kleinkindalter und folgt auf die intensiven Entwicklungsschübe des ersten Lebensjahres. Die genaue Nummer ist weniger wichtig als das, was innerlich geschieht.

Alter und zeitliche Einordnung

Rund um den 14. bis 15. Lebensmonat befindet sich dein Kind im zweiten Lebensjahr. In diesem Alter zeigen sich häufig deutliche Veränderungen. Der Beginn dieser Phase kann variieren. Der Geburtstermin und das individuelle Entwicklungstempo spielen dabei eine Rolle.

Einordnung Bedeutung
Alter rund um den 14. bis 15. Lebensmonat
Lebensphase Übergang ins Kleinkindalter
Verlauf individuell und vorübergehend

Beginn Dauer und Verlauf

Der 64 Wochen Schub beginnt nicht an einem festen Tag. Manche Kinder zeigen erste Anzeichen früher, andere später. Diese Reifephase kann kurz und intensiv sein oder sich über mehrere Wochen erstrecken. Sie wird deshalb auch als Schub im zweiten Lebensjahr beschrieben.

  • emotionale Hochphasen
  • stärkeres Nähebedürfnis
  • ruhigere Abschnitte dazwischen

Häufig gibt es innerhalb dieses Entwicklungsschubs im Kleinkindalter einen Höhepunkt mit besonders viel Frust, Wut oder Anhänglichkeit. Danach kehrt meist spürbar mehr Ruhe ein.

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Was passiert in dieser Entwicklungsphase

Während dieses Wachstumsschubs laufen viele Entwicklungsschritte parallel. Denken, Fühlen und Handeln greifen stärker ineinander. Dein Kind erkennt Abläufe, versteht Abfolgen und beginnt, gezielt zu handeln.

Denken und Verstehen

Dein Kind erkennt Muster und Prinzipien. Es versteht, dass Handlungen Folgen haben. Diese kognitive Reifung ist ein zentraler Bestandteil dieses Entwicklungssprungs.

  • Zusammenhänge erkennen
  • Handlungen bewusst wiederholen
  • erste strategische Lösungen ausprobieren

Sprache Stimme und Nachahmung

In dieser Entwicklungsphase im zweiten Lebensjahr wird Sprache bewusster eingesetzt. Dein Kind brabbelt, gluckst und nutzt seine Stimme gezielt. Nachahmen spielt eine große Rolle. Gesten, Laute und Tonlagen werden kopiert.

Frust entsteht häufig, weil dein Kind in diesem Alter mehr versteht, als es sprachlich ausdrücken kann.

Motorik und Neugier

Bewegung ist jetzt zielgerichtet. Viele Kinder krabbeln sicher, ziehen sich hoch oder wechseln zwischen verschiedenen Fortbewegungsarten. Diese starke Neugier ist typisch für einen Entwicklungsschub im Kleinkindalter.

  • gezieltes Krabbeln
  • Erkunden von Räumen
  • Testen von Ursache und Wirkung
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Emotionale Entwicklung und Autonomie

In dieser Reifephase schreitet die Ich Entwicklung deutlich voran. Dein Kind spürt seinen eigenen Willen stärker. Es möchte selbst entscheiden und selbst handeln. Gleichzeitig fehlen noch Fähigkeiten zur Emotionsregulation.

Typische emotionale Reaktionen

  • Wutanfälle
  • schnelle Frustration
  • launisches Verhalten
  • Weinen aus Überforderung

Diese Reaktionen sind Ausdruck innerer Reifung innerhalb dieses späten Entwicklungsschubs und kein bewusster Trotz.

Bindung und Nähe

Dein Kind sucht in dieser Phase verstärkt Körperkontakt und Geborgenheit. Nähe hilft beim Regulieren und Verarbeiten neuer Eindrücke. Gleichzeitig wechseln sich Nähebedürfnis und Abgrenzung ab.

Fremdeln kann in diesem Schub im zweiten Lebensjahr wieder stärker auftreten. Das zeigt eine bewusstere soziale Wahrnehmung.

Schlaf Ruhe und Verarbeitung

Schlaf ist in dieser Entwicklungsphase besonders wichtig. Viele Kinder wachen häufiger auf, schlafen unruhiger oder zeigen Veränderungen beim Mittagsschlaf. Das Gehirn verarbeitet im Schlaf die vielen neuen Eindrücke dieses Entwicklungsschubs.

  • häufiges nächtliches Aufwachen
  • schwierigeres Einschlafen
  • veränderter Mittagsschlaf

Routinen und ruhige Übergänge helfen deinem Kind, in diesem Alter zur Ruhe zu finden.

Ernährung und emotionale Versorgung

Auch das Ess und Trinkverhalten kann während dieses Wachstumsschubs schwanken. Hunger tritt manchmal in den Hintergrund. Stillen oder Trinken dient oft auch der emotionalen Regulation.

Autonomiebestrebungen zeigen sich beim Essen. Dein Kind möchte selbst entscheiden, selbst halten und selbst probieren.

Was Eltern jetzt konkret tun können

Beruhigen und begleiten

  • ruhige Stimme
  • Körperkontakt anbieten
  • Gefühle benennen

Neugier unterstützen

  • Ausprobieren zulassen
  • nicht sofort eingreifen
  • sich gemeinsam freuen

Einbeziehen und Vorbild sein

In dieser Lebensphase möchte dein Kind Teil des Alltags sein. Kleine Entscheidungen und Mitmachen stärken das Gefühl von Selbstwirksamkeit.

Struktur Sicherheit und Alltag

Gerade im Übergang ins Kleinkindalter geben Routinen Halt. Klare Grenzen geben Sicherheit. Kindersicherheit wird wichtig, da dein Kind Gefahren noch nicht einschätzen kann.

  • feste Abläufe
  • klare ruhige Grenzen
  • sichere Bewegungsräume

Haltung der Eltern

Deine innere Haltung ist entscheidend. Ruhe, Geduld und Akzeptanz entlasten den Alltag in diesem Entwicklungsschub im Kleinkindalter. Unterstützung anzunehmen ist Stärke und kein Versagen.

Haltung Wirkung
Ruhe bewahren gibt Sicherheit
Geduld zeigen stärkt emotionale Stabilität
Akzeptanz nimmt Druck heraus

Einordnung im Kontext anderer Entwicklungsschübe

Der 64 Wochen Schub ist Teil einer natürlichen Abfolge von Entwicklungsschritten. Als später Entwicklungsschub legt er wichtige Grundlagen für Selbstvertrauen, emotionale Regulation und selbstständiges Handeln.

Vergleiche helfen nicht. Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo.

*Wir möchten darauf hinweisen, dass die Entwicklung deines Kindes ganz individuell ist und jedes Kind andere Bedürfnisse hat. Unser Ratgeber gibt dir eine Orientierung, ist aber kein Ersatz für ein ärztliches Gespräch. Wir raten dir, deine gesundheitlichen Fragen immer mit deiner Kinderärztin/deinem Kinderarzt zu besprechen.